Burma: Charakter, Steckbrief & Haltung
Die gelehrige „Menschenkatze“ aus dem Orient
Die Burma-Katze, auch bekannt als Burmese oder ehrfurchtsvoll „Thong Daeng“ (Kupferkatze) genannt, ist eine außergewöhnliche Erscheinung. Sie gilt als eine der intelligentesten und menschenbezogensten Katzenrassen der Welt. Wer eine Burma in sein Leben lässt, entscheidet sich nicht nur für ein Haustier, sondern für einen treuen Schatten, der aktiv am Familienalltag teilnimmt und mit seinem orientalischen Charme jeden Raum verzaubert.
Herkunft und Geschichte: Von den Tempeln in die Welt
Die Wurzeln der Burma-Katze liegen im heutigen Myanmar (ehemals Burma), wo sie bereits vor Jahrhunderten von Mönchen als Glücksbringer und Tempelwächter hoch geschätzt wurde. In alten thailändischen Schriften wird sie als Thong Daeng beschrieben – eine Katze von unvergleichlicher Schönheit und Klugheit.
Die moderne Zuchtgeschichte begann im Jahr 1930, als die erste Kätzin namens „Wong Mau“ aus Burma in die USA gebracht wurde. Durch die geschickte Verpaarung mit Siamkatzen entwickelte sich die Rasse schnell weiter und erreichte in den 50er und 60er Jahren auch Großbritannien. Heute ist die Burma weltweit bekannt und wird von großen Verbänden wie FiFe, WCF, GCCF, WACC, TICA und CFA anerkannt. Trotz der unterschiedlichen Zuchtstandards in den USA und Europa hat sie sich ihren unverkennbaren Kern bewahrt.
Besondere Merkmale: Ein athletisches Kraftpaket
Optisch besticht die Burma durch einen kräftigen, muskulösen Körperbau. Eine Besonderheit ihrer Anatomie sind die Hinterbeine, die etwas höher als die Vorderbeine angesetzt sind, was ihr eine ständige Sprungbereitschaft und enorme Dynamik verleiht.
In der Zuchtwelt wird oft über die vier verschiedenen Kopfformen diskutiert: Der traditionelle längere Keilkopf ist der älteste Typ. Hinzu kommen zwei europäische Varianten (kürzer oder stumpfer wirkend) sowie der extrem kurze Typ, der vorwiegend in den USA gezüchtet wird. Die weit nach vorne geneigten Ohren mit ihren gerundeten Spitzen unterstreichen den aufmerksamen und neugierigen Blick dieser Katze.
Wesen & Charakter: Ein Partner auf Augenhöhe
Die Burma wird nicht umsonst als „Menschenkatze“ bezeichnet. Sie ist extrem auf ihre Bezugspersonen fixiert und fordert – falls nötig auch lautstark – ihre Aufmerksamkeit ein. Einsamkeit ist für diese soziale Rasse ein Fremdwort.
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Spieltrieb: Behält bis ins hohe Alter ihren kindlichen Entdeckergeist. -
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Intelligenz: Gilt als äußerst gelehrig und neugierig auf Neues. -
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Temperament: Lebhaft, unternehmungslustig und immer in Bewegung. -
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Anhänglichkeit: Sucht permanenten Körperkontakt und schmust leidenschaftlich.
Haltung & Pflege: Was eine Burma glücklich macht
Die Pflege der Burma-Katze ist dank ihres kurzen Fells denkbar einfach. Gelegentliches Bürsten oder das „Polieren“ mit einem weichen Tuch genügt, um den seidigen Glanz zu erhalten. Viel wichtiger als die Fellpflege ist jedoch die soziale Betreuung. Eine Burma sollte niemals als Einzelkatze gehalten werden, wenn die Besitzer viel außer Haus sind. Ein Artgenosse ist für ihr seelisches Wohlbefinden unverzichtbar.
Aufgrund ihres großen Bewegungsdrangs ist eine kleine Einzimmerwohnung ungeeignet. Die Burma liebt es zu klettern und zu springen – ein großer Kratzbaum und abwechslungsreiche Spielmöglichkeiten sind Pflicht. Ein gesicherter Balkon oder Freigang in einer ruhigen Umgebung wird von ihr dankbar angenommen und sorgt für die nötige geistige Auslastung.
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