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Devon Rex: Charakter, Steckbrief & Haltung

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Der „Kobold“ mit dem Lockenfell

Die Devon Rex ist eine der markantesten Erscheinungen in der Welt der Rassekatzen. Mit ihren riesigen Ohren, den großen Augen und dem einzigartigen, gelockten Fell wirkt sie oft wie ein kleiner Kobold oder ein Wesen aus einer anderen Welt. Doch hinter dieser exzentrischen Optik verbirgt sich eine extrem anhängliche, intelligente und verspielte Katze, die ihr Zuhause jeden Tag aufs Neue mit Leben und Freude füllt.

Devon Rex Katze Portrait - Gelocktes Fell

Herkunft und Geschichte: Ein glücklicher Zufall in Devonshire

Die Geschichte der Devon Rex begann im Jahr 1960 in der englischen Grafschaft Devonshire. In einem Wurf wildlebender Katzen tauchte ein Kätzchen mit einem ungewöhnlich gelockten Fell auf. Diese Mutation war den Menschen damals zwar schon von Kaninchenrassen wie dem Rex-Kaninchen bekannt, bei Katzen war sie jedoch eine Sensation.

Zunächst glaubte man, es handele sich um dieselbe Mutation wie bei der bereits bekannten Cornish Rex, doch Kreuzungsversuche zeigten schnell, dass es ein eigenständiges Gen war. Durch die gezielte Einkreuzung verschiedener Rassen wurde der Genpool erweitert und die Vielfalt an Farben und Mustern gefestigt. Heute ist die Devon Rex weltweit durch Verbände wie FiFe, WCF, GCCF, WACC, TICA und CFA offiziell anerkannt und geschätzt.

Besondere Merkmale: Einzigartige Anatomie

Das absolute Markenzeichen ist das gelockte bzw. gewellte Fell, das sich sogar bis zu den Schnurhaaren erstreckt. Diese sind bei der Devon Rex oft gekräuselt oder kürzer als bei anderen Rassen. Der Körper ist überraschend muskulös und “hart” unter dem feinen Fell, die Brust breit und die Beine lang und schlank.

Einzigartig ist auch die Kopfform: Ein kurzer Keil mit flachem Schädel, gewölbter Stirn und extrem großen, tief angesetzten Ohren. In Kombination mit den ovalen Augen entsteht der typische “Pixie-Look”. Ein weiteres Detail, das Kenner schätzen, sind die Vorderbeine, die aufgrund der breiten Brust oft leicht wie O-Beine wirken können.

Wesen & Charakter: Ein lebensfroher Entdecker

Die Devon Rex ist keine Katze, die nur dekorativ in der Ecke sitzt. Sie ist aufgeweckt, neugierig und sucht aktiv die Interaktion mit ihren Menschen. Man sagt ihr nach, dass sie ihrem Besitzer fast wie ein Hund folgt.

  • 🧠
    Intelligenz: Sie lernt schnell Tricks und versteht komplexe Spielabläufe.
  • 🧗
    Aktivität: Springt und klettert leidenschaftlich gern – Höhe ist ihr Revier.
  • 🤝
    Sozial: Verträgt sich hervorragend mit Kindern, Hunden und Artgenossen.
  • 🔥
    Wärmebedürftig: Liebt warme Plätze und Körperkontakt aufgrund dünneren Fells.

Haltung & Pflege: Was Sie wissen sollten

Da die Devon Rex kaum Deckhaar besitzt und fast nur aus Unterwolle besteht, ist sie sehr kälteempfindlich. Sie ist daher eine klassische Wohnungskatze. Ein gesicherter Balkon für Sonnenbäder im Sommer ist toll, im Winter bevorzugt sie jedoch die Nähe zur Heizung oder den Schoß ihres Menschen.

Obwohl das Fell pflegeleicht wirkt, sollte man es mehrmals wöchentlich vorsichtig bürsten. Da es sehr fein ist, ist hier Fingerspitzengefühl gefragt. Ein besonderes Augenmerk sollte auf die Zahngesundheit gelegt werden, da die Rasse leider überdurchschnittlich oft zu Zahnfleisch- oder Wurzelentzündungen neigt. Regelmäßige Kontrollen beim Tierarzt sind hier Pflicht.

Wissenswertes zur Devon Rex

Es gibt keine 100% allergikerfreundliche Katze. Die Devon Rex verliert zwar weniger Haare als andere Rassen, aber die Allergene sitzen primär im Speichel. Dennoch machen viele Allergiker mit dieser Rasse gute Erfahrungen. Testen Sie es unbedingt vorab individuell!

Aufgrund des dünnen Fells ohne schützendes Deckhaar kühlen diese Katzen schneller aus. Das Zittern kann ein Zeichen von Frieren sein. Sorgen Sie für kuschelige, warme Rückzugsorte oder nutzen Sie im Winter gegebenenfalls spezielle Katzenpullis.

Die Devon Rex ist extrem gesellig und leidet unter Einsamkeit. Wenn Sie berufstätig sind, sollte unbedingt ein Artgenosse vorhanden sein. Sie braucht jemanden zum Spielen und zum gemeinsamen Kuscheln, um psychisch gesund zu bleiben.

— Artikel aktualisiert am

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